von Volker Stallmann
Nehmen wir den unerfreulichen Teil vorweg: Sechs von 16 Hunden konnten die diesjährige HZP der Landesgruppe Südwest am 19.09. 2009 leider nicht bestehen. Positiv ist daran noch, dass die Probleme durchweg in den Abrichtefächern lagen und kein Hund aus anlagebedingten Schwächen durchgefallen ist.
Von den verbliebenen zehn Gespannen konnten sechs 170 und mehr Punkte verbuchen, was die Qualität und Vorbereitung der Hunde wie der Prüfungsreviere um Forst zeigt. 3 Hunde knackten sogar die 180er Marke.
Die große Unwägbarkeit jeder noch so gut organisierten Prüfung, das Wetter, hat Hunden, Führern und Richtern doch einiges abverlangt. Schwüle Hitze schuf nicht eben ideale Bedingungen, und mittags bauten nicht nur die Hunde zumindest zeitweise leicht ab.
Da hatten wir es mit drei Rüden in der Gruppe gut getroffen, ging es doch gleich morgens in’s Feld zu Schussfestigkeit, Suche und Vorstehen. Die ausgeruhten Hunde arbeiteten alle ordentlich. Schon als es an die Schleppen ging, wurde es langsam ungemütlich warm, doch zeigten sich die Hunde dem ohne weiteres gewachsen und so waren auch diese Fächer schnell und erfolgreich erledigt.
Allein das Vorstehen wollte nicht so recht werden angesichts der zweiten großen Unwägbarkeit, des Wildes nämlich, das nicht leicht zu finden war. Und mit zunehmender Hitze bei fast stehender Luft wurde es auch nicht eben einfacher, je länger die Suche dauerte.
Den spannenden Abschluss des inzwischen doch recht langen Tages bildete für unsere Gruppe gegen halb vier die Wasserarbeit. Das schilfreiche Gewässer gab den Hunden beste Gelegenheit, ihr Können zu zeigen. Was unsere drei Rüden durchaus nutzten, wobei aber auch die ein oder andere „Baustelle“ für kommende Prüfungen und, vielleicht wichtiger noch, für den echten Jagdeinsatz deutlich wurde. Wobei das ja auch Sinn und Zweck der Prüfung ist und niemand völlig überrascht war von seinem Hund – wer arbeitet weiß halt auch, wo es noch hapert. So konnten die Hundeführer am Ende die Bewertungen ohne weiteres akzeptieren und es ging kurz vor fünf endlich Richtung Suchenlokal mit dem erfreulichen Ausblick auf warme Küche und kühle Getränke.
Meinen Dank an dieser Stelle den Organisatoren, den Richtern und den Revierführern, die mit viel Einsatz diese Prüfung möglich gemacht haben!


