Weimaraner-Klub e. V. - Landesgruppe Südwest

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Berichte


HZP am 10.09.2011 bei Forst

von Jürgen Roth

Am 10.9.2011 fand in den Revieren um Forst die diesjährige HZP statt. Nach kurzer Begrüßung durch den Landesgruppenvorsitzenden und Prüfungsleiter Michael Meny fuhren die einzelnen Gruppen in die jeweiligen  Prüfungsreviere. Da von den gemeldeten 14 Hunden nur 10 zur Prüfung erschienen sind, waren die einzelnen Gruppen mit 2x 2 Hunden und 2x 3 Hunden recht klein. Meine Gruppe bestand aus einem Geschwisterpaar: Ike und Ida vom Heiligenberg.

Wir begannen im Feld mit Suche und Vorstehen. Zu Beginn war ich noch recht skeptisch, ob mein Rüde seine gewohnte Leistung zeigen würde. Immerhin hatte sein Selbsbewußtsein durch mehrere unliebsame Begebenheiten zu Land und v.a. zu Wasser ( von Biber ins Gesicht gebissen) kurz vor der Prüfung stark gelitten.

Er zeigte jedoch von Beginn an eine flotte und raumgreifende Suche, die mit zunehmender Dauer immer intensiver wurde. Es war ein schöner Anblick, wie dieses Geschwisterpaar im Wechsel die einzelnen Disziplinen im Feld absolvierte.

Dank einer klugen Einteilung der Feldfächer durch unsere 3-köpfige Richtergruppe wurden die beiden Hunde trotz schwüler Hitze (Mittagstemperatur 35 Grad!) nicht über Gebühr beansprucht. Vor allem die Schleppenarbeit wurde günstig eingebunden, so daß beide Hunde kurz nach Mittag mit souveränen Leistungen vom Feld ans Wasser gingen.

Beide Hunde zeigten sich sehr gut im Wasser, und bei Ike hatte ich den Eindruck, daß er sich nach der Hitze im Feld im Wasser noch einmal richtig austoben wollte.

Am Ende standen bei Ida 174 und bei Ike stolze 190 Punkte zu Buche.

Glücklich und zufrieden ging es zurück ins Suchenlokal. Dort angekommen trauten wir unseren Ohren nicht, als wir erfuhren, daß von den 10 Hunden nur 5 bestanden hatten.

Alle 5 Hunde, die es nicht geschafft haben, sind beim Apportieren, sowohl an Land wie auch im Wasser, gescheitert. Die Ursachen hierfür sind sicherlich vielfältig und wohl nur vom einzelnen Hundeführer erkenn- und behebbar.

Die verbliebenen 5 Hunde erreichten alle 170 und mehr Punkte, d.h. an diesem Tag gab es nur 2 Extreme: entweder die Prüfung lief sehr gut bei entsprechender Punktzahl oder es lief überhaupt nicht.

Den Führern, bei denen es nicht gut lief, wünsche ich den Ehrgeiz trotzdem mit dem Hund weiterzuarbeiten und ihn auf Prüfungen vorzustellen. Licht und Schatten liegen gerade in diesem Bereich oft sehr nahe beieinander!

Zum Schluß noch ein herzliches Dankeschön an alle Organisatoren, Richter und Revierführer. Ich denke, es war für alle unabhängig vom Ergebnis ein harmonischer Tag.

 

2011-09-10 HZP
 

VJP am 16.04.2011 bei Forst

von Marcus Ehmann

Bei schönstem Frühlingswetter trafen sich 20 Gespanne, Richter und Zuschauer im Vogelpark Forst zur Verbandsjugendprüfung der Landesgruppe Südwest. Wie in den vergangenen Jahren war die Teilnehmerzahl auf 20 begrenzt. Das Interesse an der Prüfung war jedoch so groß, dass leider schon im Vorfeld der Prüfung einigen Führern abgesagt werden musste.

Erstmalig wurde der Landesgruppe das Revier Oppau bei Ludwigshafen zur Verfügung gestellt. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an den Pächter, Jürgen Bohn. Die Hasenbesätze im Revier waren sehr gut, sodass jedem Gespann dreimal die Gelegenheit zur Arbeit auf der Hasenspur gegeben werden konnte. Auch der Federwildbesatz war sehr gut. Allerdings versteckten sich die Fasane überwiegend in dichten Feldgehölzen. Es war daher schwierig die Hunde so zum Vorstehen zu bringen, dass die Richtergruppe dies beobachten konnte. Doch auch diese Hürde wurde bis zum Prüfungsende gemeistert.

Am Ende des Prüfungstages konnte Prüfungsleiter Michael Meny 17 Führern zur erfolgreichen Teilnahme an der VJP gratulieren. Ganz vorne waren in diesem Jahr zwei Hunde von der Hahnweide. Daphne von der Hahnweide mit Führer Dr. Oliver Rogalla erreichte 73 Punkte, Schwester Dina, mit Führer Uwe Wacker, kam ebenfalls auf 73 Punkte. Sie hatte aber auf der Hasenspur einen Punkt weniger, was den Ausschlag gab. Beide Hunde konnten den Spur- und Sichtlautnachweis erbringen.

Beachtlich auch der 3. Platz von Uwe Stricker mit Gajus vom Relleckenhof (72 Punkte, spurlaut). Uwe Stricker hatte den selbstbewussten Rüden von einer völlig überforderten Nichtjägerin erworben und konnte diesen in kürzester Zeit auf ein so hohes Niveau bringen. Es wäre wirklich schade gewesen, wenn dieser Hund in einer letztendlich nicht artgerechten Umgebung hätte leben müssen.

Sehr erfreulich ist auch der Anteil der laut jagenden Hunde auf der Prüfung. Insgesamt konnte 10 Hunde der Laut bescheinigt werden, davon 6 Hunden der Spurlaut! Hier zeigt sich, dass die Bemühungen der Züchter in der Landesgruppe, die sehr konsequent auf den jagdlich wichtigen Laut achten, Früchte tragen.

2011-04-16 VJP

 

 

 

Major-Herber-Gedächtnisprüfung/Zuchtschau am 18./19.09.10

Bilder von der Major-Herber-HZP

2010 09 18 Major Herber HZP

 

Bilder von der Jubiläums-Zuchtschau

2010 09 19 Zuchtschau Südwest

 

 

40 Jahre Landesgruppe Südwest -  Rückblick auf das Jubiläumsjahr 2010

von Michael Meny

Den Auftakt der Veranstaltungen im Jubiläumsjahr bildete die VJP der Landesgruppe am 17. April 2010 bei Forst. 23 Hunde waren gemeldet, von denen 19 am Prüfungstag erschienen.

Bei schönem Frühlingswetter ging es zügig in die Reviere, um die nur am Vormittag vorhandene Taufeuchtigkeit für die Spurarbeiten nutzen zu können. Ab dem Nachmittag stach der Planet dann gnadenlos vom blauen Himmel, auch die bewachsenen Äcker waren knochentrocken. Leider konnten nur 16 der angetretenen Hunde die Prüfung bestehen.

Die drei Erstplatzierten waren: Deno von der Vogelweide, 74 Punkte, spurlaut, Führer Philipp Maier; Drutmunt von Walhalla, 71 Punkte, sichtlaut, Führer Norbert Schwarz; Aaron von der Wallburg, 70 Punkte, sichtlaut, Führer Albrecht Krummlauf.

Zum Wasserübungstag Ende August fanden sich dann 12 Führer mit ihren Hunden an einem idealen Übungswasser in den Rheinauen bei Philippsburg ein. Leider stellte sich im Laufe des Übungstages heraus, dass einige der angereisten Hunde noch nicht den Übungsstand erreicht hatten, der eigentlich Voraussetzung für die Teilnahme an einem solchen Tag ist – sicheres Schwimmen im tiefen Wasser und zuverlässiges Apportieren der toten Ente. Für die gut vorbereiteten Hunde war der Tag ein Gewinn, konnten doch Hund (und Führer!) unter Prüfungsbedingungen an einem bisher unbekannten Wasser üben.

Höhepunkt der Jubiläumsfeierlichkeiten der Landesgruppe Südwest war dann das Jubiläumswochenende am 17./18. September: Major-Herber-Gedächtnis-HZP, Grüner Abend und Zuchtschau. Bereits am Vorabend der HZP trafen sich Teilnehmer und Richter, die schon frühzeitig angereist waren, zu einem gemütlichen Beisammensein im Suchenlokal „Mühltalrestaurant“. Am nächsten Morgen fanden sich 14 der ursprünglich gemeldeten 16 Gespanne, 12 Richter und einige Schaulustige beim Suchenlokal ein. Nach Erledigung der Formalitäten und einer sehr ausführlichen offenen Richterbesprechung durch Karl Walch, Schwaigern,  erfolgte nach zünftig vorgetragenen Jagdsignalen die Begrüßung durch den Landesvorsitzenden Michael Meny. In 4 Gruppen ging es anschließend in die Reviere in der unmittelbaren Umgebung. Die abwechslungsreichen Kraichgaureviere boten mit großen Rübenschlägen, Heckenstreifen und Wiesen, ergänzt durch das anspruchsvolle Wasser der  Gräflich Neipperg´schen Verwaltung, beste Voraussetzungen, die Hunde in Anlage- und Abrichtefächern zu prüfen. Da alle Hunde am selben Wasser geprüft wurden, zog sich die Prüfung naturgemäß über den ganzen Samstag hin, und so fanden sich erst am (zugegeben) etwas späteren Nachmittag alle Gespanne wieder im Suchenlokal ein.

Die Preisverleihung der Major-Herber-Gedächtnis-HZP fand dann mit leichter Verspätung im Rahmen des Grünen Abends im Mühltalrestaurant statt.

Suchensieger der Major-Herber-Gedächtnisprüfung 2010 wurde mit 187 Punkten Dela von der Vogelweide, Führer Johannes Heinzl, Österreich (12 Punkte bei der Arbeit hinter der lebenden Ente). Es folgten Danko von der Vogelweide mit 186 Punkten, Führer Klaus Bartelt, und Lady vom Bornspring, 183 Punkte, Führerin Andrea Deppner. Insgesamt konnten 12 der angetretenen Hunde die HZP bestehen.

Umrahmt von den Klängen der Parforcehörner der Jagdhornbläsergruppe Kraichgau-Steinsberg fand dann der Grüne Abend zum 40-jährigen Jubiläum der Landesgruppe seine Fortsetzung. Nach Grußworten des 1. Vorsitzenden des Weimaranerklubs e.V., Egon Gassmann, gab Landesgruppenvorsitzender Michael Meny einen kurzen Abriss über die vergangen 40 Jahre der Landesgruppe. In dieser  relativ kurzen Zeit hat sich für den mit dem Hund jagenden Jäger vieles geändert. Gesunkene Wildbesätze, Veränderungen in der Landwirtschaft, die Stellung der Jagd in der Gesellschaft und neue Schwerpunkte der Bejagungsmethoden haben auch die Ansprüche an die Vorstehhunde beeinflusst. Insgesamt, so Meny, sei die Weimaranerzucht heute aber auf einem guten Weg, auch in den nächsten 40 Jahren dem Jäger einen leistungsfähigen Jagdgebrauchshund an die Seite zu stellen, der die Anforderung der Jagd im 21. Jahrhundert meistert.

Wie es an einem Jubiläum guter Brauch ist, konnte Michael Meny im Rahmen des Grünen Abends einige verdiente Mitglieder der Landesgruppe ehren: Debbi Andrews (USA), Brigitta Guggolz, Paul Kottke, Berthold Pföhler und Roland Stricker. Sie alle haben sich in den vergangen Jahren und Jahrzehnten um die Landesgruppe besonders verdient gemacht. Die von Michael Meny überreichten Präsente waren nur ein kleines Dankeschön, begleitet von lang anhaltendem Applaus der Mitglieder. Michael Meny erwähnte in diesem Zusammenhang auch den allzu früh verstorbenen Dr. Werner Petri, der nicht nur Ehrenvorsitzender des Weimaranerklubs war, sondern sich in ganz besonderer Weise um die Landesgruppe Südwest und die Weimaranerzucht verdient gemacht hat.

Mit Prof. Dr. Jörg Epplen von der Ruhruniversität in Bochum bereicherte ein kompetenter Referent den vielgestaltigen Abend mit seinen, oft mit einer gehörigen Prise Humor gewürzten, durchaus nicht wissenschaftlich-trockenen Ausführungen zur Genetik des Weimaraners. So mancher konnte nach seinem Vortrag die Herkunft der „blauen“ und der grauen Weimaraner besser zuordnen.

Gestärkt durch ein reichhaltiges Büffet, verbrachte man in geselliger Runde noch einige Stunden bei guten Gesprächen – allerdings nicht bis zum frühen Morgen, denn am Sonntag stand ja noch der Abschluss des Jubiläumswochenendes an:

Die Zuchtschau. Bei schönstem Herbstwetter fanden sich die Teilnehmer am Sonntag, 19. September, auf der Anlage des Vereins für Deutsche Schäferhunde, OG Steinsberg, bei Sinsheim-Weiler ein. Die idyllisch zwischen Waldrand, landwirtschaftlichen Flächen und einer Obstanlage eingebettete Anlage bot ideale Voraussetzungen für Zuchtschau und Wesenstest, für das leibliche Wohl sorgten die fleißigen Helfer des Vereinsheimes.

So konnte in zwei Ringen die Formbewertung stattfinden, zeitgleich auch der Wesenstest in der benachbarten Obstanlage. Als Formwertrichter fungierten Heinrich Giesemann und Meta Cramer, assistiert von Torsten Ehnle und Brigitta Guggolz. Richter beim Wesenstest war Conring Cramer, Assistent Marcus Ehmann, Figurant Werner Thom. Von den insgesamt 24 angemeldeten Hunden waren 22 erschienen, davon unterzogen sich 21 Hunde einer Formbewertung: Vergeben wurden in der Gesamtbewertung an 18 Hunde ein sehr gut, 2 Hunde ein gut und 1 Hund genügend. 16 Hunde wurden beim Wesenstest vorgestellt, von denen leider 6 Hunde nicht bestanden haben. Zum Abschluss der Zuchtschau bedankte sich Landesgruppenvorsitzender Michael Meny nochmals bei allen, die zum Gelingen des Jubiläumswochenendes beigetragen haben, und wünschte Teilnehmern und Richtern nach einem gemütlichen Ausklang noch einen guten Nachhauseweg.

Den schon traditionellen Abschluss des Prüfungsjahres bildete die VGP der Landesgruppe am 9. und 10. Oktober bei Huttenheim und Eppingen. 7 Hunde (davon 6 Weimaraner) waren gemeldet, 4 für die  Übernachtfährte, 3 für die Tagfährte. Von den 6 angetretenen Gespannen  konnten die VGP bestehen:

Griseldis von Massenbach, DK,       305 Pkt., I./ÜF, Führer Christian Lesser, F

Cento vom Hohen Westerwald, W,  290 Pkt., II/ÜF, Führer Günther Lampert

Carlos von der Hahnweide, W          264 Pkt., II./TF, Führer Daniel Schütz

 

 

 


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